Vogelmiere – zarte Delikatesse

An warmen Lagen ohne Frost wächst diese eher unscheinbare zierliche Pflanze schon Ende Januar / Mitte Februar. Ach dieses Unkraut sagen die meisten Leute sofort wenn ich an meinen Wildkräuter Spaziergängen ihnen die zarte Stellaria vorstelle, denn im Garten macht das Sternchen, was ja Stellaria bedeutet, oft ganze Teppiche und ihre zarten Blüten sehen aus wie kleine Sterne. Meine zwei Hühner lieben sie so wie ich, daher nennt man sie auch kurzerhand Hühnerkraut. Ich verwende diesen schmackhaften Wintersalat bis in den Frühling. Die Stellaria liebt es eher kühl, wenn es ihr dann ab Mai zu heiss wird, verschwindet sie ruck zuck mit ihren zahlreichen Samen einfach im Untergrund, und macht den anderen feinen Wildkräutern oder dem Kultursalat Platz. Vogelmiere gehört für Wildpflanzenfreunde einfach in den Salat, ihr nussiges Aroma erinnert zart an Nüssler und mit ihrem Nährwert schlägt sie jeden Kopfsalat haushoch. Sie enthält mehr Calcium als 1 dl Milch und kann damit auch für Veganer als Calciumquelle sehr interessant sein. Vitamin C hat sie ganze 25% mehr als die als vitaminreich gepriesenen Orangen und mit 4,6 mg Eisen übertrifft sie sogar Federkohl und Spinat. Damit ist das Sternchen eine perfekte Eisenquelle für Veganer und Vegetarier und das alles gratis und franco vor der eigenen Haustüre oder im Garten des Nachbarns. Zu finden ist dieses delikate „Beikraut“ praktisch in jedem Garten. Als „Un-Kraut“ würde ich sie trotzdem nicht bezeichnen. Wenn Spitzenköche die Köstlichkeit erst mal entdecken dann ist sie bald in aller Munde.

Zum Essen verwende ich die obersten Triebspitzen, ca. 2 cm lang mitsamt der zarten sternförmigen weissen Blüten, bevorzuge sie aber ohne. Man mischt sie einfach unter andere Salate oder geniesst das Sternchen alleine mit frischem Zitronensaft beträufelt, frischem, guten echtem extra vergine Olivenöl und einer Prise Fleur de Sel ein perfektes Hors`d`ouvre. Sie schmeckt aber auch kurz gedämpft wie Spinat zu neuen Kartoffeln oder in einer zarten Frühlingssuppe.

Erica Bänziger, war im Zeitpunkt publiziert. 12494758_1670589173218658_3692198496214932909_n


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